Wanderurlaub, ein toter Trend?

Wanderurlaub, ein toter Trend oder doch ein kommender Hype? Handelt es sich um einen Alt-Herren „Sport“, von dem man lieber nicht seinen Freunden berichtet?

Auf meinen Touren habe ich die verschiedensten Menschen und Typen kennen gelernt. Keiner glich dem anderen und doch hat sie alle eine Sache verbunden – Der Wille die Natur zu erleben, sich zu bewegen und den Kopf frei zu bekommen.
Letztens bin ich auf Statista.de dann auf ein interessantes Dossier über den deutschen Wandertourismus gestoßen. Die Daten sind von 2012 bis 2013 gesammelt und aufgestellt worden. Aus diesen Statistiken ergeben sich interessante Fakten, die ich hier mal zusammenfassen möchte.

 

Wandern als Urlaub?

Laut den Umfragen ist der beliebteste Urlaub mit 32,9% aller Befragten, der Bade- oder Sonnenurlaub. Weit dahinter kommt mit 15,6% dann der Erholungsurlaub und auf dem dritten Platz folgt der klassische Familienurlaub.

Man kann sich jetzt fragen, wo dann noch der Wanderurlaub kommen soll und ob dieser statistisch noch erfasst werden konnte… Doch anders als gedacht geht Platz 4 mit 3,8% (Tendenz steigend) an selbigen.

 

Die Top 5 Motive zum Wandern!

Auf die Frage hin, was die Motive zum Wandern sind, ergaben sich folgende:

  1. Die Natur erleben
  2. Sich bewegen, aktiv sein
  3. Etwas für die Gesundheit tun
  4. Eine Region erleben
  5. Den Kopf frei bekommen

 

Diese 5 Motive Motive zum Wandernentsprechen auch meiner Vorstellung vom Wandern. Ich denke es gibt kaum eine bessere Möglichkeit, eine Region und die damit verbundene Natur zu erleben, als diese zu Fuß zu begehen. Der Aspekt der Gesundheit verbindet sich damit praktischer Weise von selbst, denn du musst dich nun mal selber von A nach B schleppen um vorwärst zu kommen. Interessant ist dabei auch, dass sich deine Gedanken dabei wirklich entknoten und du schon am ersten Tag spürst, wie sich dein Kopf frei macht.

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ Johann Wolfgang von Goethe

 

 

Du bist nicht alleine…

In Deutschland gehen rund 37,48 Million Menschen häufig oder aber mindestens ab und zu Wandern. Interessant dabei ist, dass der Männer und Frauen Anteil nahezu gleich ist.Männer und Frauen Anteil am Wandern

 

Das kann sich auf den ersten Blick leicht nach einem Normarden Volk anhören, doch die Unterteilung in der Häufigkeit entschärft das Ganze dann wieder:

 

Wander Häufikeit

 

Interessant wird es dann vor allem, wenn man sich anschaut, wie die Altersverteilung ausfällt. Hier wird schnell klar, dass zwar ein Großteil der Reisenden über 35 Jahre alt sind, doch mit 14 Prozent holen die „jüngeren“ langsam auf.

Altersverteilung beim Wandern

Die Daten beziehen sich nur auf das Jahr 2012 und stellen nur die Intensiwanderreisenden dar.(Inländische Urlaubsreisen, die als Sport- oder Aktivurlaub bezeichnet werden und in der das Wandern die Hauptaktivität der Reise darstellt –Def. GfK)

Fazit

Das war jetzt eine ordentliche Zahlenflut, doch was ist nun das Fazit? Gewinnt Wandern an Beliebtheit, und wenn ja, wer geht wirklich mal auf Rucksackreise? Wie es Statistiken so an sich haben, lässt sich das nicht immer so direkt ablesen – Doch ich für meinen Teil verbinde diese Zahlen mit dem was ich erlebe und erkenne einen Trend. Vor allem immer mehr junge Leute gehen auf Rucksack Tour und nutzen sie als günstige Form des Urlaubs. Und immer mehr Menschen zwischen 30, 40 und 50 Jahren scheinen diese alternative Form der Erlebnisreise für sich zu entdecken. Liege ich mit meiner Ansicht falsch, was denkst du darüber? Ich freu mich auf deinen Kommentar!

 

Lust bekommen? Ließ hier weiter…

 

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2 Kommentare

  1. 8. August 2015    

    Ich schätze das Wandern als alternative Form des Urlaubs: Ich kann jederzeit und individuell entscheiden, wann, wohin, wie und wie weit ich mich fortbewege. Eine Freiheit, die ich sehr zu schätzen weiß!

    • 8. August 2015    

      Moin Markus!
      Ja, ich seh das genau so. Wo war dein schönstes Urlaubserlebnis?

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