Tourenplanung – Der erste Schritt

Erster Schritt

Du willst einfach mal nur mit dem Nötigstem ausgerüstet dich auf den Weg machen? Und dabei neue Gegenden , Regionen und Länder bereisen? Dann stellt sich immer noch die Frage, wo man anfängt.
Sicherlich gibt es viele Wege an zu fangen, doch am einfachsten ist es, sich erst mal mit dem Thema vertraut macht. An dieser Stelle solltest du dir Gedanken machen was du wirklich genau möchtest. Wo möchtest du wandern gehen? Wie viele Tage? Ist es im Gebirge oder im flachen Land? Gibt es dort Siedlungen mit Einkaufsmöglichkeiten oder bist du mehrere Tage auf dich allein gestellt? Möchtest du in einem Zelt schlafen oder doch Jugendherbergen nutzen?
Mit anderen Worten gilt es erst mal sich Überblick zu verschaffen. Schau dir bei GoogleMaps die Gegend an und fang langsam an deine Tour zu planen. Trag dir deine Route einfach mal auf der Karte ein. Auf diesem Weg kannst du schon viel über deine Tour erfahren. Durch die Satellitenbilder erhältst du Infos zu der Beschaffenheit der Wege und der Vegetation. Auch hast du eine genaue Kilometerangabe zu deiner Strecke. Ich plane meine Touren wie folgt:

Tour skizzieren:

Trage deine Route bei GoogleMaps ein. Du kannst Start und Ziel direkt in die Suche eingeben und danach „zu Fuß“ als Fortbewegungsmöglichkeit auswählen. Anschließend solltest du die Route per Hand zurecht Rücken. Mit rechts Klicks kannst du extra Wegpunkte eintragen.
Sollte die vorgeschlagene Route überhaupt nicht passen, kannst du direkt mit rechts Klicks Routenpunkte anlegen.

Informationen sammeln:

Über GoogleMaps kannst du Informationen über deine Tour sammeln (Kilometer, Steigungen, spezielle Wegpunkte, Einkaufsmöglichkeiten, Jugendherbergen etc.). Zudem kannst du Online jederzeit das Wetter überprüfen. Markiere dir alle wichtigen Wegpunkte und macht dir kleine Notizen was dort zu finden ist. Sobald du die ersten Tage unterwegs bist, wirst du dir für jede Art von Gedankenstütze dankbar sein 😉
 
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An-/ Abreise:

Mit der Anreise wird deine Tour beginnen. Das bedeutet, dass du darauf achten musst, zu welcher Tageszeit du ankommst. Möchtest du am ersten Tag direkt los wandern, musst du genügend Zeit im Hellen eingeplant haben. Versuch deine Ankunft so zu planen, dass du so viel Zeit wie möglich hast. Verspätet sich zum Beispiel deine Bahn um eine Stunde, musst in den sauren Apfel beißen. Solche Sachen können leider nicht vorhergesehen werden und sollten daher pauschal eingeplant werden.
Ähnlich verhält es sich mit deiner Abfahrt. Was machst du, wenn du dich um einen Tag verspätest? Für solche Eventualitäten ist es gut einen Notfallplan zu haben. Sei es ein wenig extra Geld für ein neues Ticket oder ein Kollege der dich notfalls noch abholen kann. Versuche dir immer ein kleines Worst-Case Szenario im Kopf aus zu malen, so bist du später besser vorbereitet.

 

Etappen Planung:

Dieser Punkt ist wohl einer der schwierigsten. Hierbei geht es vor allem darum, ab zu schätzen wie viele Kilometer du am Tag schaffst. Dabei muss du ehrlich zu dir selbst sein und dich fragen, wie Fit du wirklich bist. Treibst du regelmäßig Sport? Kannst du ohne Probleme mehrere Kilometer am Stück gehen, ohne aus dem letzten Loch zu pfeifen?
Die Frage der Tageskilometer hängt sehr stark von dem Gepäck ab. Allerdings solltest du trotzdem erst deine Etappen planen, damit wichtige Aspekte wie Einkaufsmöglichkeiten u.ä. von vorne herein eingeplant sind. Erst danach kannst du wirklich entscheiden, was du alles mit schleppen musst.
An dieser Stelle ist es schwer eine pauschale Faustformel zu nennen. Wenn es dir irgendwie möglich ist, versuche dir Spielräume ein zu Planen. Meist schafft man an den ersten zwei Tagen wesentlich mehr Wegstrecke, als am dritten. Der dritte Tag stellt oftmals das Tief der Wanderung dar. Spätestens an diesem Zeitpunkt brennen deine Muskeln und du hast Muskelkater.
Ich versuche das Problem bei der Planung so zu lösen, dass ich die gesamte Strecke durch die Anzahl der Tage teile. So erhalte ich die benötigten Tageskilometer. Liegt dieser Wert über 30 Kilometer täglich, muss ich mir mehr Zeit nehmen. Die Tageskilometer sollten nicht mehr sein, als ich sehr leicht jeden Tag wandern könnte. Auf diesen Weg kompensiert man die „schwachen Tage“ an denen die Muskeln brennen und du weniger schaffst. Zudem werden eventuelle Probleme mit der Route und dem Wetter eingeplant.
 

 

Gepäck:

Hast du die Frage der Tageskilometer für dich geklärt, solltest du überlegen wie viel Kilo Gepäck du tragen kannst. Setzte hierfür am besten einfach mal deinen Rucksack mit Gewichten (Wasserflaschen o.ä.) auf. Teste wie es sich mit 10, 15 oder 20 Kilogramm anfühlt. Checke, ob du sicheren Stand hast und problemlos noch deine Schuhe zu binden kannst. Probiere verschiedene Bewegungen aus und gehe ein wenig auf und ab. Solltest du dich an dieser Stelle falsch einschätzen, kann das später unangenehme Folgen haben…
Es existiert die Faustformel 10 % des Körpergewichts“, bei 80 Kilo Körpergewicht also 10 Kilo Gepäck. Doch solche Faustformeln beachten leider nicht deine Fitness… Also solltest du nach der Divise „weniger ist mehr“ gehen. Spare dein Gewicht an jeder Stelle ein. Versuche nur Sachen mit zu nehmen, die auf mehrere Weise einsetzbar sind. Auf dieses Thema werde ich aber später noch genau eingehen.

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